02.01.2016

Wussten Sie eigentlich schon.. warum wir wie Elefanten „trampeln“ sollten?

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„Du trampelst wie ein Elefant!“. „Dich hört man in der ganzen Wohnung!“. Solche Sprüche haben wir alle schon irgendwann einmal an den Kopf geworfen bekommen. Aber tuen wir damit Elefanten nicht ein wenig unrecht? JA!

Haben Sie denn schon einmal einem Elefanten zugehört, wenn er seine Füße auf den Boden setzt? Da gibt es nämlich gar nicht viel zu hören. Trotz eines Gewichts von 6 Tonnen, geschieht alles sehr leise. Nur warum? Das Zauberwort heißt „Druckverteilung“.

Der Elefant läuft natürlich barfuß, seine Fußsohlen haben keine Hornplatten sondern bestehen aus Haut, auf der sich einige Schwielen und Hornhäute gebildet haben (wen wundert’s?!). Die Fußsohle bleibt dadurch so empfindlich, dass der Elefant den Untergrund mit seinen Füßen erfühlen kann. Dadurch kann sich der Fußaufsatz und damit die gesamte Bewegungsausführung ganz vorsichtig an den Untergrund anpassen.

Im Prinzip hat die Natur dem Elefanten dieselben Dämpfungssysteme wie uns Menschen gegeben. Das Abfangen der Belastung beim Gehen übernehmen ein aktives System aus Muskeln, Sehnen und Bändern und (die Natur ist vorsichtig) ein zusätzliches passives Dämpfungssystem. Letzteres wird beim Menschen als „plantares Fettpolster“ beschrieben. Dieses passive System verhindert, dass unsere Fußknochen (z.B. das Fersenbein und die Köpfchen der Vorfußknochen) ungebremst auf den Boden aufschlagen. Man kann sich das vorstellen wie beim zähen Honig im Glas, der verhindert, dass der Honiglöffel auf den Boden des Honigglases aufschlägt. Wir Menschen erzeugen beim Fußaufsatz eine Belastung die locker mal dem Drei- bis Fünffachen unseres Körpergewichts entspricht, das wäre für den Elefanten unvorstellbar (nicht zum Aushalten). Es müsste also eher unter Elefanten das geflügelte Wort "Du trampelst ja wie ein Mensch!" geben.

Und was ist dann er Unterschied zwischen Mensch und Elefant? Der Mensch hat für sich das Hilfsmittel Schuh erfunden und damit die Informationsleitung vom Boden zum Fuß unterbrochen. Wir laufen so, wie es uns der Schuh ermöglicht, möglichst bequem. Das bedeutet: mit so wenig Eigeninitiative wie möglich. Der Schuh „federt“ unseren Aufprall mit der Ferse auf den Boden ab, wir brauchen keine Energie für die Dämpfung. Wenn wir dann ohne Schuhe laufen, müssen wir uns erst daran gewöhnen bzw. es trainieren. Wir haben verlernt natürlich zu gehen – so wie der Elefant. Ist ja auch viel anstrengender aber dafür auch viel leiser.

Vielleicht ist das ja ein Anreiz, wieder öfter in der Wohnung ohne Schuhe zu laufen. Das ist natürlicher und reduziert nebenbei die Lärmbelästigung für unsere Mitmenschen. Also dann.. „trampeln“ Sie doch einfach mal häufiger wie ein Elefant.

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